Thermalbäder

Thermalbäder zeichnen sich durch ihre ausgezeichnete ganzheitliche Wirkung auf den Körper, das vegetative Nervensystem und auch den Organismus aus. Schon Anfang des 15. Jahrunderts erfreute sich das thermale Baden großer Beliebtheit - Thermalbäder verfügen über eine bestimmte Temperatur (meist angenehm warm, um die 46°C), in denen die in ihnen enthaltenen Mineralien ihre Wirkung optimal entfalten können. Zu diesen Mineralien gehören Chlorid, Eisen, Fluor, Jod, Kalium, Kalzium, Magnesium, Mangan, Natrium, Phosphor und Zink. (Auf die einzelnen Funktionen der Mineralstoffe wird im unteren Bereich eingegangen.)
Das Zusammenspiel der Wärme und auch der Mineralien fördert die Durchblutung und enschlackt, auch Beschwerden an der Wirbelsäule, den Gelenken, Muskeln und Nerven werden so gelindert. Darüber hinaus können auch Gesunde von der Heilkraft des Thermalbadens profitieren, indem sie damit die körpereigenen Abwehrkräfte stärken.
Wenn man eine Badekur macht, sollte die Behandlung in regelmäßigen Abständen durchgeführt werden und aus mindestens fünf bis 20 Anwendungen bestehen, um eine optimale Wirkung zu erzielen.
Die Behandlung mit Thermalwasser kann bei den folgenden Symptomen bzw. Krankheiten hilfreich sein:
Rheumatischer Formenkreis
Arthrosen, degenerative Veränderungen der Wirbelsäule, Bandscheibenschäden, Scheuermannsche Erkrankung, Bechterew-Krankheit, sämtliche Erkrankungen aus dem Formenkreis des Weichteilrheumatismus.
Mechanische Schädigung
Bewegungstörungen nach Unfällen, Nachbehandlungen nach nach orthopädischen und neurochirurgischen Operationen (z.B. operierte Diskushternien, Implantation von Hüftgelenkprothesen usw.)
Stoffwechselbedingte Störungen
Störungen mit Auswirkungen auf den Gelenkapparat; z.B. Gicht und Gelenkdeformation, Osteoporosen.
Gewisse neurologische Erkrankungen
Zum Beispiel bei Restlähmungen des zentralen Nervensystems.
Frauenleiden
Die Beschwerden bei Frauen in den Wechseljahren können durch die Wirkung des Wassers ebenfalls gelindert werden.